Die Seite wurde neu angelegt: „'''Gyges''' ist ein irdischer, historisch belegter, sagenumwobener König des kleinasiatischen Lydien, welches er vermutlich von 680 v. Chr. bis 644 v. Chr. regierte. Er gilt als Begründer der Mermnaden-Dynastie, die fünf Generationen später mit dem ebenfalls sagenumwobenen König Krösus unterging. In einer von Platon überlieferten Version steigt Gyges mit Hilfe eines unsichtbar machenden magischen Ringes vom einfachen Hirten zum lydischen König auf…“
 
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'''Gyges''' ist ein irdischer, historisch belegter, sagenumwobener König des kleinasiatischen Lydien, welches er vermutlich von 680 v. Chr. bis 644 v. Chr. regierte. Er gilt als Begründer der Mermnaden-Dynastie, die fünf Generationen später mit dem ebenfalls sagenumwobenen König Krösus unterging. In einer von Platon überlieferten Version steigt Gyges mit Hilfe eines unsichtbar machenden magischen Ringes vom einfachen Hirten zum lydischen König auf.
'''Gyges''' war ein historisch belegter König des kleinasiatischen Lydien und der erste König der Mermnaden-Dynastie. Seine Regierungszeit wird ungefähr auf 680 bis 644 v. Chr. datiert. Auch zeitgenössische assyrische Texte belegen seine diplomatischen Beziehungen zu Assyrien.<ref name="Gyges_Historisch">Crawford H. Greenewalt, jr.: [https://sardisexpedition.org/en/essays/latw-greenewalt-introduction Introduction], in: ''The Lydians and their World'' (2010), Abschnitt „Lydia in the Lydian Era, Seventh–Sixth Centuries BC“ sowie Anmerkungen 1 und 6. Archaeological Exploration of Sardis. Abgerufen am 1. November 2026.</ref>


Platon erzählt, dass Gyges als einfacher Hirte eines Tages in einer Erdspalte, die sich nach einem Erdbeben gebildet hatte, eine Höhle entdeckte, in der er ein hohles Pferd aus Bronze und darin wieder einen übermenschlich großen Leichnam fand, von dessen Finger er einen Ring abzog. Als er an diesem Ring drehte, wurde er unsichtbar.
== Ringüberlieferung bei Platon ==
 
In Platons ''Politeia'' erzählt Glaukon die Geschichte eines Hirten, der einen unsichtbar machenden Ring findet und mit dessen Hilfe den Thron Lydiens an sich bringt. Die hier verwendete englische Übersetzung bezeichnet den Hirten als einen Vorfahren des Gyges. Der Hirte findet nach einem Erdbeben in einer Erdspalte ein hohles bronzenes Pferd und darin einen übermenschlich großen Leichnam. Er nimmt den Ring vom Finger des Toten und entdeckt später dessen Wirkung. Diese Ringgeschichte ist von den historischen Nachweisen für König Gyges zu unterscheiden.<ref name="Gyges_Platon">Platon: ''Politeia'' (''Republic''), Buch 2, 359d–360b. Verwendete englische Übersetzung: David Horan, [https://www.platonicfoundation.org/translation/republic/republic-book-2/ Republic, Book 2], Platonic Foundation. Abgerufen am 1. November 2026.</ref>


== Gyges und Gor ==
== Gyges und Gor ==


Einer der ursprünglich fünf [[Unsichtbarkeitsring]]e ging vor drei- bis viertausend Jahren auf dem Planeten Erde vorübergehend verloren. Ein Hirte namens Gyges nahm ihn einem getöteten Kur-Kommandanten ab. Der Hirte benutzte die Kraft des Ringes, um den Thron eines Lydia (lat. ''Lydia'', dt. ''Lydien'') genannten Landes an sich zu bringen, das damals auf der Erde existierte. Die Kurii holten sich den Ring später zurück. Gyges † wird ermordert, der Ring später zerstört.<ref name="Heyne_Band13_K1_S21">Heyne Band 13: [[Die Erforscher von Gor]]: Kapitel 1, Seite 21</ref>
In [[John Norman]]s Roman ''Explorers of Gor'' erzählt [[Samos]] eine eigene Fassung der Ringgeschichte: Einer der ursprünglich fünf [[Unsichtbarkeitsring]]e der [[Kurii]] ging vor drei- bis viertausend Jahren auf der Erde vorübergehend verloren. Ein Hirte namens Gyges nahm ihn einem getöteten Kur-Kommandanten ab und nutzte seine Kraft, um den Thron des damaligen irdischen Landes Lydien an sich zu bringen. Später kamen die Kurii, um den Ring zu holen. Gyges wurde getötet; der Ring wurde kurz darauf bei einer Explosion zerstört.<ref name="Heyne_Band13_K1_S21">Heyne Band 13: [[Die Erforscher von Gor]]: Kapitel 1, Seite 21</ref><ref name="Gyges_Englisch">[[John Norman]]: ''[[Die Erforscher von Gor]]'' (Gor-Romanreihe, Band 13). Maßgeblicher englischer Originaltext: ''Explorers of Gor'', Kapitel 1 („I Talk With Samos“).</ref>


== Weblinks ==
== Weblinks ==


* [https://www.gorwiki.de/wiki/index.php?title=Gyges Gyges – GorWiki] · ''zuletzt abgerufen am 23.11.2025''
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gyges Wikipedia - Gyges] - ''zuletzt abgerufen am 11.08.2015''
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Gyges Wikipedia - Gyges] - ''zuletzt abgerufen am 11.08.2015''
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Lydien Wikipedia - Lydien] - ''zuletzt abgerufen am 11.08.2015''
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Lydien Wikipedia - Lydien] - ''zuletzt abgerufen am 11.08.2015''
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== Weblinks ==
* https://www.gorwiki.de/wiki/index.php?title=Gyges - ''zuletzt abgerufen am 23.11.2025''


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Aktuelle Version vom 1. November 2026, 13:43 Uhr

Gyges war ein historisch belegter König des kleinasiatischen Lydien und der erste König der Mermnaden-Dynastie. Seine Regierungszeit wird ungefähr auf 680 bis 644 v. Chr. datiert. Auch zeitgenössische assyrische Texte belegen seine diplomatischen Beziehungen zu Assyrien.[1]

Ringüberlieferung bei Platon

In Platons Politeia erzählt Glaukon die Geschichte eines Hirten, der einen unsichtbar machenden Ring findet und mit dessen Hilfe den Thron Lydiens an sich bringt. Die hier verwendete englische Übersetzung bezeichnet den Hirten als einen Vorfahren des Gyges. Der Hirte findet nach einem Erdbeben in einer Erdspalte ein hohles bronzenes Pferd und darin einen übermenschlich großen Leichnam. Er nimmt den Ring vom Finger des Toten und entdeckt später dessen Wirkung. Diese Ringgeschichte ist von den historischen Nachweisen für König Gyges zu unterscheiden.[2]

Gyges und Gor

In John Normans Roman Explorers of Gor erzählt Samos eine eigene Fassung der Ringgeschichte: Einer der ursprünglich fünf Unsichtbarkeitsringe der Kurii ging vor drei- bis viertausend Jahren auf der Erde vorübergehend verloren. Ein Hirte namens Gyges nahm ihn einem getöteten Kur-Kommandanten ab und nutzte seine Kraft, um den Thron des damaligen irdischen Landes Lydien an sich zu bringen. Später kamen die Kurii, um den Ring zu holen. Gyges wurde getötet; der Ring wurde kurz darauf bei einer Explosion zerstört.[3][4]

Quellennachweis

  1. ↑ Crawford H. Greenewalt, jr.: Introduction, in: The Lydians and their World (2010), Abschnitt „Lydia in the Lydian Era, Seventh–Sixth Centuries BC“ sowie Anmerkungen 1 und 6. Archaeological Exploration of Sardis. Abgerufen am 1. November 2026.
  2. ↑ Platon: Politeia (Republic), Buch 2, 359d–360b. Verwendete englische Übersetzung: David Horan, Republic, Book 2, Platonic Foundation. Abgerufen am 1. November 2026.
  3. ↑ Heyne Band 13: Die Erforscher von Gor: Kapitel 1, Seite 21
  4. ↑ John Norman: Die Erforscher von Gor (Gor-Romanreihe, Band 13). Maßgeblicher englischer Originaltext: Explorers of Gor, Kapitel 1 („I Talk With Samos“).