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Aktuelle Version vom 26. April 2026, 10:15 Uhr
| Nar | |
|---|---|
| Person | |
| Englisch | Nar |
| Geschlecht | männlich |
| Herkunft | Sumpfwald von Ar |
| Zugehörigkeit | Spinnenvolk (Spider People) |
| Status | lebend (Band 01), erinnert (Band 03) |
| Meta | |
| Erstauftritt | Tarnsman of Gor (Band 01) |
| Letzter Auftritt | Priest-Kings of Gor (Band 03) |
Nar ist ein Mitglied des Spinnenvolks (Spider People), das im Sumpfwald von Ar lebt.[1] Er tritt in Tarnsman of Gor (Band 01) als Retter und Begleiter Tarl Cabots auf, nachdem dieser nach dem Diebstahl des Home Stone von Ar von seinem Tarn gestürzt ist. In Priest-Kings of Gor (Band 03) wird Nar in einem Gespräch zwischen Tarl und dem Priester-König Misk namentlich erwähnt und gilt dort als Beispiel für die sanftmütige und rationale Natur des Spinnenvolks.[2]
Erscheinung und Merkmale
Nar ist ein Angehöriger einer riesenhaften, insektoiden Spezies, die den Sumpfwald nördlich von Ar bewohnt. Sein Körper ist von langen schwarzen Haaren bedeckt, insbesondere am Thorax.[1] Er besitzt acht zierlich schreitende Beine, deren sensorische Haare ihm feine taktile und olfaktorische Wahrnehmung ermöglichen, sowie kräftige, sichelförmig gebogene Mandibeln, die im Kampf wie Klingen wirken können. Seine Augen sind perlmuttartig und in vier Paaren angeordnet.[1]
Zur Kommunikation mit Menschen trägt Nar ein Übersetzungsgerät am Abdomen, das akustische Impulse unterhalb der menschlichen Hörschwelle in gesprochene Sprache umwandelt und umgekehrt.[1] Die resultierende Stimme wird von Tarl als „mechanische Stimme" beschrieben. Nar bevorzugt ausdrücklich eine leise Sprechweise und erklärt, es gezieme rationalen Wesen nicht, laut zu sprechen.[1]
Wesen und Haltung
Nar gilt als Musterbeispiel für die Gesinnung des Spinnenvolks. Seine Rasse betrachtet es als oberstes Gebot, keinem rationalen Wesen Schaden zuzufügen, auch nicht zur Selbstverteidigung.[1] Tarl Cabot bezeichnet ihn später in einem Gespräch mit Misk als ein Wesen, das lieber gestorben wäre, als ein rationales Geschöpf zu verletzen.[2] Misk bestätigt die Sanftmut des Spinnenvolks, merkt jedoch an, dass dessen Weibchen zur Paarungszeit eine Ausnahme bildeten, und bezeichnet die Spider People als „weich", weil sie keine Priester-Könige seien.[2]
Gegenüber Tarl verhält sich Nar ausgesprochen höflich und zuvorkommend. Er tituliert ihn als „Bruder" und beansprucht im Gegenzug von Tarl denselben Titel, ein Zeichen gegenseitiger Achtung zwischen unterschiedlichen rationalen Arten.[1]
Rolle in Tarnsman of Gor
Begegnung im Netz
Nach dem erfolgreichen Diebstahl des Home Stone von Ar wird Tarl Cabot von der vermeintlichen Tochter des Ubar betrogen, von seinem Tarn gestürzt und fällt in den Sumpfwald. Er wird vom Netz eines Spinnenwesens aufgefangen, das seinen Fall dämpft und ihn am Leben erhält.[1] Der Besitzer dieses Netzes ist Nar. Er löst die klebrigen Netzfäden mit einem Sekret seiner Mandibeln, setzt Tarl am Boden ab und stellt sich mit Hilfe seines Übersetzungsgeräts vor.[1]
Haltung gegenüber Ar
Im weiteren Gespräch offenbart Nar, dass die Männer von Ar das Spinnenvolk jagen und nur so viele seiner Art am Leben lassen, wie zur Produktion der Cur-lon-Faser benötigt werden, die in den Webereien der Stadt verarbeitet wird. Nur weil die Menschen als rationale Wesen gelten, erwidert das Spinnenvolk diese Übergriffe nicht mit Gewalt.[1] Aus dieser Einstellung heraus freut sich Nar, dass ausgerechnet Tarl den Home Stone von Ar entwendet hat.[1]
Hilfe für Tarl und Talena
Nar bietet Tarl an, ihn auf seinem Rücken bis an den Rand des Sumpfes zu tragen.[1] Unterwegs nimmt er einen wilden Tharlarion wahr und flüchtet mit Tarl auf einen Sumpfbaum. Als das Raubtier Talena, die Tochter des Ubar Marlenus, mit seiner Zunge ergreift, springt Tarl vom Rücken Nars, tötet das Tharlarion und rettet die Frau.[1] Nachdem Talena zunächst flieht, spürt Nar sie im Sumpf auf und bringt sie in seinen Mandibeln zurück zu Tarl. Er hält ihr dabei ironisch vor, dass sie vergessen habe, sich für die Rettung ihres Lebens zu bedanken.[1]
Als Talena sich trotz Nars Präsenz weigert, über den Verbleib des Home Stone und des Tarns Auskunft zu geben, greift Nar ungewöhnlich hart durch und legt seine Mandibeln um ihren Hals. Erst unter diesem Druck berichtet sie, dass Tarls Tarn in den Wildzustand zurückgekehrt sei und der Home Stone sich noch im Sattelsack befinde.[1]
Abschied
Nar trägt Tarl und Talena etwa eine Stunde durch den Sumpf, bis die Sa-Tarna-Felder Ars in Sichtweite geraten. Weiter wagt er sich nicht, da die offenen Felder für das Spinnenvolk gefährlich sind.[1] Zum Abschied legt er seine Vorderbeine auf Tarls Schultern, ehrt ihn und seine Stadt, verzichtet jedoch darauf, den Namen von Tarls Stadt vor der „Unterworfenen" (Talena) auszusprechen. Seine letzten Worte an Tarl sind eine Warnung vor der Tochter des Ubar sowie die goreanische Grußformel „Ich wünsche dir wohl".[1]
Erwähnung in Priest-Kings of Gor
In Priest-Kings of Gor (Band 03) erinnert sich Tarl Cabot im Gespräch mit dem Priester-König Misk an „eine Spinne in den Sumpfwäldern von Ar" und nennt dabei Nars Namen ausdrücklich.[2] Misk bezeichnet die Spider People als sanfte Rasse und bestätigt damit indirekt Nars Charakter. Gleichzeitig nutzt er die Erwähnung, um die eigene Haltung der Priester-Könige von der der Spinnenwesen abzugrenzen.[2]
Bedeutung
Nar ist innerhalb der Romanreihe der erste nichtmenschliche, rationale Gesprächspartner, dem Tarl Cabot begegnet, und bereitet damit die spätere Begegnung mit den Priester-Königen thematisch vor. Seine Figur verdeutlicht, dass Gor mehrere intelligente Spezies beheimatet, die einander als rationale Wesen anerkennen. Zugleich dient Nar als moralischer Kontrastpunkt zu den Menschen von Ar, die seine Art wirtschaftlich ausbeuten, sowie zur arroganten Haltung der Tochter des Ubar gegenüber nichtmenschlichen Intelligenzen.[1]